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In diesem Jahr werden die deutschen Pokalmeisterschaften ganz anders ablaufen als bisher. Im Juni wurde bekannt, dass die Achtel- und Viertelfinalspiele erstmals an einem Wochenende (29./30. August) beim sogenannten „Pokal Grand Opening“, ausgetragen werden sollen.

Doch bei den Zweit- und Drittligisten regte sich daraufhin Widerstand.

In einem offenen Brief äußerten zunächst 26 Vereine der 2./3. Bundesliga ihren Unmut, so dass es zu einem Austausch mit DTTB und TTBL kam. Dennoch entschieden sich 11 der 16 qualifizierten Teams für einen Boykott: Die Pokal-Vorrunde in vier Gruppen wird damit diesmal nicht wie gewohnt stattfinden.

Nur fünf Teams am Start

Wie Gianluca Walther, DTTB-Ressortleiter Bundesligen Erwachsene, erklärte, seien die bisherigen Gespräche zwischen den verschiedenen Parteien erfreulich verlaufen und man habe allseits ein ernsthaftes Interesse erkennen können, eine gemeinsame Lösung zu finden. Die weitere Ausarbeitung sei allerdings auf Ende des Jahres verschoben worden, um die erste Grand-Opening-Ausgabe abzuwarten und diese zu evaluieren. „Unter diesen Bedingungen möchten elf der 16 Mannschaften in diesem Jahr nicht an der Pokal-Vorrunde teilnehmen“, erklärte Walther. „Zu dem Vertrauensvorschuss, den es dafür gebraucht hätte, waren viele Teams nicht bereit.“ In ihrem offenen Brief hatten 26 Zweit- und Drittliga-Vereine Anfang Juni kritisiert, dass die Änderungen am Austragungssystem nicht in Absprache mit ihnen beschlossen worden seien. Die Pokal-Heimspiele im Achtel- und Viertelfinale seien für sie bisher das sportliche und emotionale Highlight im Jahreskalender gewesen. Mit ihrem Wegfall gingen fehlende Einnahmen und Möglichkeiten einher, Spitzensport in der Region zu präsentieren.

Damit meldeten nur fünf Mannschaften der zweiten und dritten Ligen ihre Teilnahme am diesjährigen Pokalwettbewerb an: die erste und zweite Mannschaft der SV Union Velbert, der TTC immoXone Bietigheim-Bissingen sowie die zweiten Teams der TTBL-Clubs ASC Grünwettersbach und 1. FC Saarbrücken-TT.

Allen Interessen gerecht werden

DTTB und TTBL betonen in einer Meldung auf ihren jeweiligen Webseiten, den Pokalwettbewerb im Dialog mit allen Beteiligten weiterentwickeln und dabei sowohl den Anforderungen des internationalen Spielkalenders als auch den Interessen der Vereine Rechnung tragen zu wollen. „Mit der Weiterentwicklung des Pokalwettbewerbs verfolgen wir das Ziel, unsere internationalen Spitzenspieler in einem immer dichter werdenden Terminkalender zu entlasten“, erläutert DTTB-Sportvorstand Richard Prause. „Gleichzeitig verstehen wir die Sorgen der Vereine aus der zweiten und dritten Bundesliga. Unser Wunsch ist es deshalb, gemeinsam mit allen Beteiligten einen Modus zu entwickeln, der den Interessen des gesamten deutschen Tischtennissports gerecht wird. Wir werden nur im Dialog eine nachhaltige Lösung finden.“ An dieser soll dann nach dem Pokal Grand Opening gemeinsam gearbeitet werden.

Wir sind gespannt...

Die Mannschaftssaison 2026/27 hat am 1. Juli offiziell begonnen. Noch vor den ersten Punktspielen, bietet sich den Vereinen eine ideale Gelegenheit:

Wer sich jetzt mit dem digitalen Zählgerät Scorix beschäftigt, kann ohne Zeitdruck Erfahrungen sammeln und gut vorbereitet in die neue Spielzeit starten.

Seit März steht Scorix allen Vereinen kostenlos zur Verfügung. Die Software ist direkt an den digitalen Spielbericht nuScore angebunden. Und das bedeutet letztlich viele Vorteile.

Digitale Zählgeräte bieten weit mehr als eine optisch moderne Spielstandsanzeige. Zuschauerinnen und Zuschauer können den aktuellen Spielstand natürlich jederzeit auf einen Blick verfolgen. Gleichzeitig profitieren Schiedsrichter, Spieler und Mannschaftsführer von einer komfortablen Ergebniserfassung.

Durch die direkte Verbindung mit nuScore werden die Ergebnisse automatisch in den digitalen Spielbericht übernommen. Das spart Zeit und reduziert mögliche Übertragungsfehler. Darüber hinaus bildet Scorix die Grundlage für weitere digitale Anwendungen – etwa die Einbindung in Livestreams oder die Darstellung auf größeren Anzeigemonitoren von der Multisport-Anzeigetafel an der Wand bis zum Videowürfel.

Einfacherer Einstieg als viele vermuten

Die größte Hürde existiert häufig nur im Kopf. Tatsächlich berichten zahlreiche Vereine nach ihren ersten Tests, dass sich vom Kind bis zum Senior die Bedienung nach kurzer Eingewöhnung erschließt. Wer zunächst mit einem einzelnen Tisch beginnt oder das System während eines Trainingsabends in der Demo-Version ausprobiert, gewinnt schnell Routine für den späteren Punktspielbetrieb.

Für den Einstieg genügt bereits eine vergleichsweise einfache Ausstattung. Die Software selbst stellt der DTTB allen Mitgliedsverbänden und Vereinen kostenlos zur Verfügung. Die Vereine beschaffen nur die benötigte Hardware – beispielsweise Tablets oder Bildschirme – selbst. Ein Einstieg im sogenannten Split-Modus ist bereits mit überschaubarem finanziellem Aufwand möglich.

Die offiziellen Hardware-Empfehlungen auf der Scorix Webseite zeigen die Kostenstruktur für die zwei gängigsten Betriebsmodi:

Der günstige "Split-Modus" (ca. 100 - 150 € pro Tisch)

Hier nutzt der Schiedsrichter ein Smartphone oder kleines Tablet zur Eingabe. Der Spielstand wird per Kabel auf einen separaten Monitor übertragen, der für die Zuschauer und Spieler sichtbar ist.

  • Eingabegerät: Ein bereits vorhandenes, älteres Vereins- oder Privathandy/Tablet (Android oder iOS) kostet 0 €. Alternativ kostet ein einfaches 10-Zoll-Eingabe-Tablet ca. 100 €.
  • Zuschauer-Monitor: Ein tragbarer 17,3 bis 18,5 Zoll (Portable) Monitor kostet je nach Modell ca. 55 € bis 130 €.
  • Zubehör: Kurze HDMI-/USB-C-Kabel und Adapter ca. 10 € bis 15 €.

Der komfortable "Kombi-Modus" (ca. 250 - 270 € pro Tisch)

Hier kommt ein einzelner, großer Touchscreen-Monitor zum Einsatz, der direkt auf dem Schiedsrichtertisch steht. Der Schiedsrichter tippt direkt darauf und die Rückseite bzw. das große Display zeigt den Spielstand für alle an.

  • All-in-One Touchscreen: Der vom DTTB genutzte ELC WF1859T Android Touchscreen (18,5 Zoll) kostet direkt über den Hersteller ca. 168 € netto (zzgl. Versand/Steuer).
  • Mobile Stromversorgung: Da in Hallen selten Steckdosen direkt am Tisch sind, benötigt Ihr eine passende 12V-Powerbank (z. B. von TalentCell), die ca. 70 € kostet.

Das macht für zwei Meisterschaftsspiele mit insgesamt vier Tischen ca. 1.000 € – 1.100 €.

Die Scorix-App kann übrigens vorab völlig gratis im Scorix Demo-System mit den privaten Smartphones getestet werden, um ein Gefühl für die Bedienung zu bekommen.

Die wichtigsten Links

Während unsere Mannschaften erst Anfang September in die Saison starten, beginnt die Tischtennis-Bundesliga (TTBL) schon deutlich früher!

Denn schon am kommenden Sonntag (16. August) bestreiten Borussia Dortmund und Titelverteidiger 1.FC Saarbrücken das mit Spannung erwartete Eröffnungsspiel.

Die Übertragungsrechte liegen weiter bei DYN, das alle Partien live und auf Abruf zeigt. Das monatlich kündbare Abo kostet aktuell 19,50 Euro, im Jahresabo zahlt man für den Monat 14,50 Euro.

Ausgewählte Spiele sind über den frei empfangbaren Sender DYN Sport Mix kostenlos verfügbar (mehr unter dyn.sport)

Eine Vorschau mit interessanten Fakten könnt ihr im Magazin "tischtennis" als E-Paper wie jeden Monat gebührenfrei lesen. Dafür benötigt ihr einzig die Login-Daten für euer mytischtennis.de-Konto.

Ansonsten findet ihr hier auch noch einmal den Weg dahin...

 

Das funktioniert auf PC, Mac, Tablet und Smartphone

Nachdem der WTTV vorgelegt hat, zog nun der Bezirk Köln nach und veröffentlichte die jeweilige Auf- und Abstiegsregelung für die Saison 2026/27.

Darüber hinaus wird in diesem Rundschreiben gleichzeitig auf die Änderungen in der Wettspielordnung bei der Übermittlung der Ergebnisse hingewiesen.

Die Auf-/Abstiegsregelung für den Bezirk Köln basiert auf einer hohen Zahl von möglichen Absteigern aus den Landesligen (frei nach dem Motto: "lieber zu viel, als zu wenig").

Die Verantwortlichen gehen allerdings davon aus, dass nicht so viele Mannschaften aus dem Bezirk Köln aus den Landesligen absteigen. Dies wiederum würde die Aufstiegssituation innerhalb des Bezirks Köln verbessern...

Auf den Mannschaftsseiten ist die jeweilige Regelung in aufbereiteter Form hinterlegt:

1. Herren

2. Herren

3. Herren

Dort sind auch die kompletten Regelungen des WTTV und des Bezirks Köln verlinkt.

Ergänzend noch einige Hinweise aus den Rundschreiben, die uns womöglich Ärger und Geld spart... 

Ergebnismeldung und Spielberichtseingabe (WO I 5.13.2 und I 5.13.3)

Die Frist für die Ergebnismeldung endet 60 Minuten nach dem Ende eines Mannschaftskampfes, unabhängig davon, ob nuScore verwendet wird oder (trotz der verbindlichen Regelung in WO I 5.3.4.1) der Papier-Spielbericht. Diese Regelung gilt auch für Mannschaftskämpfe, die an Wochentagen ausgetragen werden.

Die Frist für die Spielberichtseingabe endet jeweils 24 Stunden nach Spielbeginn. Hierbei handelt es sich um eine Änderung der Durchführungsbestimmungen, die der Verbandstag beschlossen hat. Der bisherige Zeitraum für die Eingabe des Spielberichts („nach Spielende“) verkürzt sich dadurch um die Dauer des Mannschaftskampfes.

nuScore verbindlich bei allen Punktspielen auf Verbandsebene (alle Altersklassen)

Obwohl bislang ausschließlich auf freiwilliger Basis, wurde für nuScore in der Rückrunde 2025/26 verbandsweit eine Zugriffsquote von 80% ermittelt, ausschließlich auf Verbandsebene sogar 84%. Der Verbandstag hat jüngst beschlossen, alle Mannschaften auf Verbandsebene zur Verwendung von nuScore zu verpflichten!

Die Bezirke dürfen gemäß WO I 5.3.4.1 selbst darüber entscheiden, ob und in welchen Spiel- und Altersklassen nuScore verpflichtend eingeführt wird.

Hinweis: Der Bezirk Köln appelliert bisher lediglich, die elektronische Erfassung mittels nuScore zu nutzen.

Interessantes und Erfreuliches an und hinter der Bande gibt es von Nils Röttgen und Ricardo Walther.

Mit dem Foto links (das auf Nils reduziert wurde) wird regelmäßig auf tischtennis.de Werbung für den Bundesfreiwilligendienst gemacht. Wie zu hören ist, will er nach zwei Jahren Tischtennis-Auszeit wieder aktiv werden!

Wenn das klappt, wäre dies natürlich eine tolle Sache und eine enorme Verstärkung für den Verein und unsere Mannschaft(en). Darüber hinaus gibt es auch von Ricardo interessante Neuigkeiten.

Wie der DTTB veröffentlicht hat, ist die A-Lizenz-Ausbildung 2026/2027 der Deutschen Tischtennis-Akademie (DTTA) seit April in vollem Gange. Mit der ersten Onlinephase sowie dem ersten Präsenzabschnitt wurden im April und Mai bereits die ersten Ausbildungsbausteine absolviert.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifizierten sich über ein zweistufiges Auswahlverfahren für die Ausbildung. Zum Feld gehören mit Ricardo Walther und Kilian Ort ein aktueller sowie ein ehemaliger Nationalspieler aus dem Herrenbereich. Die ehemaligen Kaderspieler und erfolgreichen DM-Teilnehmer Daniel Rinderer und Florian Bluhm sind ebenso vertreten wie die beiden aktuellen Landestrainer Dennis Klein (Saarländischer Tischtennisbund) und Sebastian Lenz (TT Baden-Württemberg). Darüber hinaus nimmt mit Dominik Meisel auch der angehende Bundesstützpunkttrainer Nachwuchs Para an der Ausbildung teil.

Zum ganzen Artikel kommt ihr hier.

Das komplette Foto mit Nils (übrigens aus dem Jahr 2015) findet ihr gleich hier.